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Sparen um jeden Preis?

Dienstag, 12. April 2011

Über Sinn und Unsinn von Passivhäusern und besonders energiesparenden Gebäuden gab es in der Vergangenheit wiederholt durchaus kontroverse Diskussionen. Gelegentlich wurden diese Mehr-Investitionen als völlig unwirtschaftlich beschrieben. 15.000 Euro Mehrkosten kämen schließlich schnell zusammen, die jährliche Ersparnis gegenüber einem leidlich gut gedämmten Haus liege maximal bei einigen hundert Euro.

Stimmt. Und stimmt auch wieder nicht. Denn wie erfindungsreich der Staat bei Abgaben ist, sehen wir bei der gerade geführten Diskussion um Dieseltreibstoff. Und nicht zum ersten Mal. Was heute noch preiswert ist, kann durch neu eingeführte Steuern morgen schon ein teures Vergnügen sein. Dass die Energiepreise künftig steigen, darüber kann es nach meinem Dafürhalten keine zwei Meinungen geben.

Insofern ist es mehr als sinnvoll sich von solchen Entwicklungen weitestgehend unabhängig zu machen. Das Passivhaus ist da nur ein Weg. Mit dem Plus-Energie-Haus steht die nächste Entwicklungsstufe schon vor der Tür. Hier wird zumindest rechnerisch mehr Energie erzeugt als verbraucht. Wirklich spannend wird diese Thematik, wenn es sinnvolle Möglichkeiten zur
Speicherung der selbsterzeugten Sonnenenergie gibt, beispielsweise mit Akkus.Dann ist es künftig sogar möglich, sich komplett von der Stromversorgung der Energieversorger abzukoppeln und in seinen eigenen vier Wänden energieautark zu sein. Bei den zu recht geführten Diskussionen um Atomkraftwerke und CO2-Reduzierung sicher keine schlechte Entscheidung.

Dass solche Entscheidungen natürlich auch einer Wirtschaftlichkeit unterliegen müssen – keine Frage. Wer dabei allerdings nur von jetzigen Preisen und Vorstellungen ausgeht, denkt meines Erachtens zu kurz. Planen Sie gerade einen Haus-Neubau? Dann würde mich interessieren, wie Sie dort das Energieproblem angehen werden.