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Alternative Heizsysteme – umweltschonend und energiesparend

Mittwoch, 28. August 2013

Öl, Kohle und Gas sind sogenannte endliche Energien. Die noch bestehenden Ressourcen dieser Energieträger schwinden immer mehr und der Abbau wird immer komplizierter und problematischer für die Umwelt. Inzwischen sind aber dank des technischen Fortschritts echte Alternativen dazu auf dem Markt, die im Verbund mit hochwirksamen Wärmedämmungsmaßnahmen die fossilen Energien ersetzen können.

Endlose Energie: Die Sonne!

Auch wenn es gerade in unseren Breitengraden aufgrund von schlechtem Wetter oft nicht den Anschein haben mag, so bringt die Sonne auch in Deutschland täglich so viel Energie auf die Erde, das damit der gesamte Energiebedarf Deutschlands gedeckt werden könnte. Bisher konnte diese freie Energie aber kaum genutzt werden. Dank neuer Solaranlagen, Windrädern und Erdwärmepumpen ist dies aber nun möglich. Wer sich heute für ein neues Heizsystem entscheidet, sollte auf jeden Fall die Möglichkeiten der freien Energien nutzen. Also den Einbau von Solarkollektoren und Wärmepumpen planen. Zusammen mit einer ausreichenden Wärmedämmung des Hauses kann so auf Öl, Kohle und auch Gas verzichtet werden.

Was geht und was geht eher weniger?

Der Bedarf an Heizenergie für ein gut gedämmtes Haus lässt sich mit Solarkollektoren und Wärmepumpen ganzjährig decken. Tipp: Ein sehr sparsames und umweltschonendes Heizsystem wählen. Moderne Solarkollektoren auf der Basis von Vakuumröhren besitzen eine sehr gute Energieeffizienz, die selbst noch bei sehr geringen Außentemperaturen warmes Wasser erzeugt. Dazu kann eine Luft- oder Erdwärmepumpe verbaut werden, die zusätzlich Wärmeenergie aus der Umwelt gewinnt. Wichtig bei der Installation dieser Energie-Alternativen ist eine sorgfältige Planung, denn zur richtigen Nutzung der Sonnenenergie ist es notwendig, die Solarkollektoren genau auszurichten und die Wärmepumpen nach den geologischen und geografischen Gegebenheiten auszuwählen. Das hört sich übrigens komplizierter an, als es tatsächlich ist.Während es bei den Solarkollektoren nur um die Ausrichtung geht und darum, dass diese unbeschattet bleiben, so stehen Wärmepumpen in drei Versionen zur Verfügung, die aber alle drei sehr gut mit einer Solaranlage zusammenarbeiten. Die Luft-Wärmepumpe und die Erdwärmepumpe, die sich wieder aufteilt in flächig verlegte Systeme oder in eine Tiefenbohrung. Welche Version gewählt wird, ist stark abhängig vom Standort des Hauses und den jeweiligen Gegebenheiten.

Wichtig ist, dass sparsame und umweltschonende Heizsysteme die benötigte Wärmeenergie zu 100 % aus Sonne und Erdwärme gewinnen und Rechnungen für Öl, Kohle oder Gas kein Thema mehr sind.

Verhältnismäßig sparsam

Mittwoch, 6. Juni 2012
Heizölpreis im Bundesdurchscnitt.

Entwicklung der Heizölpreise in Deutschland.

Effizienz ist das Verhältnis zwischen einem definierten Nutzen und dem Aufwand, der zu dessen Erreichung notwendig ist. So nüchtern beschreiben Lexika einen Begriff, der nicht nur im Neubau mittlerweile eine ganz entscheidende Rolle spielt. Energiesparende Effizienzhäuser liegen im Trend.

Kein Wunder, denn sie schonen nicht nur die Umwelt, sondern auch die eigene Geldbörse. Wie  stark die Energiekosten alleine von 2005 bis 2010 gestiegen sind, zeigen Zahlen des Deutschen Mieterbundes. Danach wurde Strom um mehr als 30 Prozent teurer, Erdöl gar 34 Prozent und für Gas mussten 20 Prozent mehr bezahlt werden. Eine Entwicklung, bei der kein Ende absehbar ist, wie die fast täglichen Meldungen über Preiserhöhungen der Energieversorger belegen. Wie stark beispielsweise der Heizölpreis gestiegen ist, können Sie anschaulich auf dieser Internetseite nachverfolgen: http://www.tecson.de/heizoelpreise-noflash.html

Aber welcher Aufwand ist für Bauherren notwendig, um zum Effizienzhaus zu gelangen? Wer sich für ein Fertighaus entscheidet, muss sich zumindest um die Gebäudehülle keine Gedanken machen. Hier gibt es eine hocheffiziente Wärmedämmung quasi „ab Werk“. Das ist schon die sprichwörtliche „halbe Miete“, denn Heizenergie, die nicht durch schlecht isolierte Wände nach draußen entweicht, muss erst gar nicht produziert werden.

Was es sonst noch Wissenswertes zu Aufwand und Nutzen, zu Heiz- und Lüftungstechnik, Photovoltaik oder gar Windkraft bei Effizienzhäusern gibt, verrät übrigens die Titelgeschichte im aktuellen „Hausbau“-Magazin. Die zeigt übrigens auch, dass Energiesparen und schöne, komfortable Häuser mit viel Lebensqualität zu bauen kein Widerspruch ist.

Ihren Ausweis bitte!

Montag, 30. Mai 2011

Im nächsten Editorial von “Hausbau” (ab dem 17.6. im Handel erhältlich) geht es um den Energieausweis. Ich möchte Ihnen das Thema nicht vorenthalten und bin gespannt auf Ihre Meinung:

 

Von der Wiege bis zur Bahre: Formulare, Formulare. Dieses geflügelte Wort hat gerade für Bauherren seine Berechtigung, der notwendige Papierkram ist einfach lästig. Da ist es doch schön, wenn ich laut deutschem Baurecht für einen Neubau automatisch ein Dokument bekomme, das sogar einen offiziellen Namen trägt: den Energieausweis.

Schade nur, dass die Aussagekraft des Papiers gering ist. Die entsprechenden Werte werden auf Grundlage der Energieeinsparungverordnung berechnet und haben mit der Realität leider noch weniger zu tun als Herstellerangaben zum Benzinverbrauch von Autos. Das weiß auch der Gesetzgeber, denn auf dem Ausweis heißt es ausdrücklich: „Insbesondere wegen standardisierter Randbedingungen erlauben die angegebenen Werte keine Rückschlüsse auf den tatsächlichen Energieverbrauch.“ Das Ziel, mehr Transparenz und Vergleichbarkeit für Bauherren zu schaffen, wird so verfehlt. Zudem ist einiges Expertenwissen notwendig, um die Angaben zu verstehen. Zur Berechnung wird beispielsweise nicht die Wohnfläche sondern die Gebäudenutzfläche angesetzt. Diese errechnet sich aus einer komplizierten Formel, bei der u.a. das geheizte Gebäudevolumen, welches von der wärmeübertragenden Umfassungsfläche umschlossen wird, eine Rolle spielt. Alles klar, oder?

Wünschenswert für den Neubau sind realistische und nachvollziehbare Verbrauchsprognosen, beispielsweise über unabhängige Energieberater. Manche Hersteller bieten das ihren Kunden bereits an. Vielleicht hat ja auch der Gesetzgeber künftig ein Einsehen. Bis dahin gilt: Vertrauen Sie nicht blind dem Energieausweis.

 

Bild: dena/BMVBS